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Dorothee von Hoff - Holzhandel Alwin Höhne GmbH & Co.KG

Konstruktiver Holzschutz

Für Hölzer im Außenbereich wie Zäune, Pergolen und Terrassen.

Wie lange hält mein Holz im Außenbereich?

Gute Frage. Die ehrliche Antwort darauf: "Es kommt darauf an.”

Vor allem kommt es auf diese entscheidenden Faktoren an:

  • die natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes, siehe Dauerhaftigkeitsklassen,
  • die erlangte Dauerhaftigkeit durch Modifizierungen des Holzes (z.B. Thermoholz),
  • den chemischen Holzschutz,
  • die Klima- und Wettereinflüsse und 
  • dem konstruktiven Holzschutz.

Während man man auf die ersten vier Faktoren kein bis geringen Einfluss hat, kann man aber durch konstruktiven Holzschutz entscheidend zur Langlebigkeit des Holzes im Außenbereich beitragen.

Konstruktiver Holzschutz bedeutet, dass man Holz so verbaut, dass es aufgrund der baulichen Maßnahmen geschützt ist. Generell sollte so gebaut werden, das das Material ausreichend geschützt ist. Mithilfe von konstruktivem Holzschutz kann manchmal auf chemischen Holzschutz verzicht werden. Andererseits können schlechte konstruktive Lösungen meist nicht durch chemischen Holzschutz oder einer etwas höheren Dauerhaftigkeitsklasse ausglichen werden. Beim konstruktivem Holzschutz muss man die Eigenschaften des Holzes beachten. Wer daran denkt, für den ist konstruktiver Holzschutz nicht schwer. Wir haben für Sie einfache Tipps für die vier wichtigsten Themen beim konstruktiven Holzschutz im Außenbereich zusammengestellt.

1. Hirnholz schützen

Hirnholz ist die quer zur Faserrichtung geschnittene Fläche, beim Pfosten ist es die obere Fläche. An dieser Stelle dringt Wasser besonders gut ein, wegen der Kapillarwirkung der Fasern wird das Wasser tiefer ins Holz geleitet. Hier sollte man auf geeignete Abdeckungen Wert legen. Abdecken kann man mit Pfostenkappen, Brettabschnitten oder bei  mehrteiligen Konstruktionen, indem man das nächste Holz darüber montiert. Falls keine Abdeckung gewünscht ist, aus dekorativen oder anderen Gründen, sollte man zumindest die Fläche anschrägen.

ungeschützt:   angeschrägt: 

Die Bilder zeigen links einen ungeschützen, gerade abgeschnittenen Pfostenkopf und rechts einen angeschrägten Pfostenkopf.

2. Erdkontakt vermeiden

Je nach Einbaubedingungen, wird das Holz in verschiedenen Gefährungsklassen eingeteilt. Beispielsweise gehört Holz im Außenbereich mit Erdkontakt zur Gefährungsklasse 4, während Holz im Außenbereich ohne Erdkontakt zu der Gefährungsklasse 3 zählt. Deshalb gilt, Erdkontakt vermeiden, am besten mit den folgenden Tipps:

  • Pfosten auf Pfostenträger setzen
  • Konstruktionshölzer von Terrassen nicht direkt auf die Erde setzen, sondern (falls kein Frostschutz vorhanden) auf Waschbetonplatten und wasserdurchlässige Gummipads
  • Hochbeete mit Folie ausschlagen und nicht auf Mutterboden sondern auf kleine Fundamente setzen

Erdverbau: Holzpfosten ohne Pfostenträger unmittelbar im Erdreich verbaut Pfostenträger:   Pfosten mittels Pfostenträger im Boden einbetoniert

Auf dem linken Bild kommt der Pfosten direkt mit der Erde in Kontakt, so haben holzzersetzende Organismen im Boden leichtes Spiel. Rechts hingegen wurde der Pfosten mittels Pfostenträger einbetoniert und ist somit optimal vor Erdkontakt geschützt.

3. Stehendes Wasser vermeiden

Wasser soll abfließen können, denn Flächen, die gut trocknen können, halten länger. Stehendes Wasser am besten so vermeiden:

  • Terrassen möglichst mit 2% Gefälle planen
  • Zaunriegel und Latten anschrägen
  • Bei Nut- und Federverkleidung an vertikalen Flächen, die Feder nach oben ausrichten

4. Hinterlüftungen schaffen und Abtrocknen ermöglichen

Fassaden oder andere Flächen, die mit Holz verkleidet werden, müssen hinterlüftet werden. Denn, wenn sich auf der Hinterseite eine andere Holzfeuchte einstellt als auf der Vorderseite des Bretts, führt dies zum Schüsseln des Bretts, daher:

  • Fassaden mit Konstruktionslatten hinterlüften und 
  • Sichtschutz vor Mauern mit ein paar Zentimeter Abstand aufbauen.